Septimius Severus

Denare der syrischen Münzstätten Emesa  und  Laodicea



Die hier gezeigten Beispiele sind weit davon entfernt auch nur annähernd komplett zu sein, sie sind als Anregung und Hilfestellung gedacht unter der Vielzahl an Münzen des Septimius Severus Exemplare der östlichen Münzstätten zu erkennen. 
 

Emesa                                                                                                                                                       nach oben

Die Angabe der Ziffer  I  in COS I  ist untypisch, erst mit der zweiten Periode eines Amtes wird eine II als numerischer Zusatz ausgeschrieben. Diese hier auf der Rückseite gezeigte Besonderheit finden wir als Variante auf den frühen Münzen aus dem Jahr 194 n.Chr., hier mit der Darstellung des jüngeren Mannes mit etwas gestreckten Proportionen des Kopfes.
 

IMP CAE L SEP SEV PERT AVG COS I
CERER FRVG
Ceres steht n. li. hält Stab (und Kornähre?)
RSC 69  Emesa  194 n.Chr.

Vom Stil her lassen sich die Ausgaben relativ sicher von den Prägungen aus Rom unterscheiden. Die Schrötlinge sind größer und gleichmäßiger zentriert als die Ausgaben Roms, die in dieser Zeit fast regelhaft unterdimensioniert sind. Die enormen Kosten seiner Feldzüge haben hier offensichtlich früh zur Reduktion des Silbergehaltes der Denare geführt. 

Die Ausführung der Augen und der Bartlocken sind bei den späteren Ausgaben mit der Legende IMP CAE L SEP SEV PERT AVG COS II runder und etwas plumper, die Legende erscheint etwas kleiner skaliert und regelmäßiger ausgeführt. Im Handel sind die Ausgaben der syrischen Münzstätten deutlich seltener zu finden als die Roms, gute Erhaltungen sowieso.
 

IMP CAE L SEP SEV PERT AVG COS II
BONA SPES
Spes steht n. li. hält Olivenzweig ,rafft Tunica mit der Linken
 RIC 364  Emesa  194 n.Chr.
IMP CAE L SEP SEV PERT AVG COS II
LIBERA AVG
Liberalitas steht n. li. hält Füllhorn und Rechenbrett
 RIC 399  Emesa 194 n.Chr. 

 
 
IMP CAE L SEP SEV PERT AVG COS II
VIRTVTE AVG
Virtus steht n. re. hält Speer und Parazonium
  RIC 431  Emesa  194 n.Chr.
Schürfstelle auf der Vorderseite am Bart - kein Bildfehler
IMP CAE L SEP SEV PERT AVG COS II 
T . R . P . III . IMP . V . COS . II .
sitzender Gefangener Hände auf dem Rücken gefesselt
daneben ein Waffenhaufen
 RIC 433  Emesa  195 n.Chr.

Beachten Sie die unterschiedliche Schreibweise des beiden II  aus  COS II  auf der Rückseite der Münze oben rechts RIC 433, das erste  I sieht eher aus wie ein G - gamma. 
 
 
 

IMP CAE L SEP SEV PERT AVG COS II / FELICIT TEMPOR
Kornähre mit zwei gekreuzten Füllhörnern
RIC 374a
IMP CAE L SEP SEV PERT AVG COS II / INVICTO IMP
Trophäe zwischen Waffen
RIC 389

 
 

Laodicea                                                                                                                                                  nach oben

Münzen aus der Anfangszeit der Prägetätigkeit in Laodicea sind mit den Legenden IMP II und IMP VIII gefunden worden, leider kann ich zur Zeit kein entsprechendes Exemplar zeigen. Zu den häufigsten Münzen der östlichen Münzstätten gehören die späteren Ausgaben des Septimius Severus mit IMP VIII , IMP VIIII , IMP X ? und IMP XI (häufig), diese zeigen einen eigenen sehr charakteristischen Stil mit gedrungenem Portrait, das zum Teil sehr klein ausfällt und meist auf sehr sauber gearbeiteten Schrötlingen zu finden ist.
 
 

L SEPT SEV AVG IMP XI PART MAX 
CONCORDIAE MILITVM
Concordia steht zwischen 2 Standarten
RIC 502b Laodicea
L SEPT SEV AVG IMP XI PART MAX
AEQVITATI AVGG 
Aequitas steht n. l. hält Füllhorn und Waage 
 RIC 500 Laodicea

 
L SEPT SEV AVG IMP XI PART MAX
VICTORIAE AVGG FEL
Viktoria schwebt nach li. zu Füßen Schild auf Säule
RIC 144b
L SEPT SEV AVG IMP XI PART MAX
ANNONAE AVGG
Annona steht nach li. , den re. Fuß auf einen Schiffsbug gestellt,
hält Ähren und Füllhorn

Die Seite wird ergänzt, wenn neue Bilder zur Verfügung stehen.



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