Die Erhaltung einer Münze ist sehr wichtig, dieser
Aussage wird wohl so schnell niemand widersprechen. Es gibt jedoch reichlich
verschlissene und dennoch bestimmbare Münzen, die eine gewisse Ausstrahlung
haben. Der Reiz dieser Münzen liegt wohl in den sichtbaren Zeichen des
Alters und regen weit mehr die Phantasie an, als die prägefrischen,
oft auch noch unnötig gereinigten Ausgaben, die zum Teil viele Tausend
DM kosten. Richtig ins Bild gesetzt können diese häufig wenig geliebten
Relikte aus der Zeit vor 2000 Jahren ihren Reiz entwickeln. Das ist es wofür
diese Seite ein wenig werben soll.
Das Bild dieser Münze ist nicht primär gescannt wie
fast alle Münzen diese Seiten, sondern mit einer herkömmlichen
Spiegelreflexkamera und 2oo ASA Farbnegativfilm entstanden und nachträglich
gescannt, der Abbildungsmaßstab ist über ein Makroobjektiv bzw.
über Zwischenringe etwas variabel. Der Vorteil gegenüber dem ansonsten
einfachen direkten Scannen mit einem 600 oder 1200 DPI Gerät liegt in
der gezielten Ausleuchtung und besseren Abbildungseigenschaft für schlecht
erhaltene Münzen z.B. mit sehr rauher Oberfläche. Auf dieser Seite
will ich nicht näher auf dieses Thema eingehen, geplant ist eine eigene
Seite mit vergleichenden Beispielen gescannter und fotographierter/gescannter
Münzen. (Seite jetzt verfügbar > Klicken Sie hier < )
Diese - nicht neue - Methode stellt m.E. eine sehr preiswerte Alternative
zur Digitalkamera dar.
Hier eine Bronzemünze des Severus Alexander aus der Stadt
Kallatis in der Provinz Moesia Inferior, der man die "Jahre" ansieht. Das
Prägejahr ist das 4. Jahr (D = 4
) seiner Regierungszeit also 224 n. Chr. Die Datierung
vieler Provinzialausgaben erfolgt meist durch die Zahl der Jahre nach der
Stadtgründung oder des Regierungsjahres des Herrschers, in diesem Fall
die letztgenannte Variante. Die Rückseite zeigt die häufig auf
den Münzen Moesiens vorkommende Tyche mit Steuerrad, Ruder und Füllhorn
in der linken Hand.