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Eine häßliche kleine Münze, wer sammelt denn so etwas
!
Knapp 14-15 mm im Durchmesser und mit gutem Willen gerade noch als "schön" einzustufen wiegt diese winzige Münze 2,21 g. Einen guten Teil davon hat sie wohl in der Umgebung von Nicopolis in den Jahren nach 206 n.Chr. auf den Tischen der cauponae oder an den Theken der tabernae gelassen. Die Legende ist auf der Vorderseite bis auf ... L C E P ... nicht zu entziffern, die Rückseite zeigt gerade noch N....T W N - ich denke es wird Nicopolis sein, sicher bin ich jedoch nicht. Am einfachsten ist es wohl, das markante Portrait des Septimius Severus zu erkennen, das auch auf den Provinzausgaben im Stil der römischen imperialen Münzen mit den Korkenzieherlocken und Bart ausgeführt ist. Die Rückseite zeigt den griechischen Gott Hermes, Sohn des
Zeus und der arkadischen Nymphe Maia, in der griechischen Mythologie eine
Tochter des Atlas. Erkennbare Attribute sind der Stab (caduceus) und
der Geldbeutel, eine Kopfbedeckung ist wohl nicht sicher identifizierbar.
Hermes wird als listig, klug und geschäftstüchtig beschrieben, als Gott des Verkehrs, des Handelns und Wandels ist er auch der Gott der Kaufleute und steht für das Streben nach Gewinn. Auch in seiner Bedeutung als Spender von Reichtum und Gewinn wurde Hermes hoch angesehen, selbst in dem griechischen Wort hermaion, das am besten mit Fund übersetzt wird, wird die Bedeutung Hermes für des Glückes und den guten Zufalls im Alltag überdeutlich. In Arkadien wurde Hermes als Hirtengott verehrt. Seine auf Münzen dargestellten Attribute wie der caduceus mit dem sinnbildlich Reichtum und Glück gegeben wurden, hat sich im Laufe der Zeit von einem einfachen Stab zu einer gabelförmigen Rute entwickelt, die zwei um den Stab gewundene Schlangen trägt. Ein weiteres Attribut, der Reisehut -petasos oder pilos- mit seiner breiten Krempe, ist als Kopfschutz des Hirten zu sehen. Darstellungen des Hutes mit Flügeln oder Flügelschuhe als Variante sind ebenso bekannt. Abbildungen des Gottes in Begleitung mit einem Widder oder einem Ziegenbock sind relativ häufig, es gibt auch variante Darstellungen auf denen er das Tier trägt. Als Gott des Handels und des Gewinnes wird er typischerweise mit
einem Geldbeutel in der rechten Hand dargestellt. Mercurius, Gott des Handelns und des Verkehrs, ist die römische
Ausdrucksform des Hermes. Die lateinischen Wörter mercari (Handel
treiben ) und mercator (Kaufmann) drücken den Ursprung des
Namens aus. Die links abgebildete kleine Bronzestatue (1) des Mercurius wurde
1979 in Weißenburg in einem Garten zufällig gefunden. Sie zeigt
einige der genannten Attribute in künstlerisch vollendeter Form :
Flügelhut, Geldbeutel und Widder, um den Hals ein Ein caduceus ist nicht vorhanden bzw. nicht erkennbar. Das links abgebildete Fundstück eines Merkurstabes (caduceus)
ist Teil einer Statue und stammt aus Pompeji und wird im Museum in Neapel
verwahrt. 1. Der römische Fund
von Weißenburg, Kellner,H.-J. ,Zahlhaas,G. Verlag Schnell & Steiner
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