Julia Mamaea und Severus Alexander

Zwei Provinzialprägungen aus Deultum/Thrakien





Severus Alexander AE 24 mm    Julia Mamaea AE 23 mm

Provinzialbronzen mit dem Portrait des Severus Alexander sind relativ selten, Prägungen mit dem Portrait seiner Mutter Julia Mamaea sollen häufiger vorkommen. Dennoch werden beide selten im Handel angeboten, es hat schon etwas Zeit gebraucht um diese beiden Exemplare zu finden. Die Bronzen, die Sie hier sehen, haben ihren Weg aus den USA zurück nach Europa gefunden ...  

Leider ist der Erhaltungsgrad der Bronze der Julia Mamaea nicht gut genug um alle Einzelheiten der Reverdarstellung der Artemis zu zeigen. Auch aus diesem Grund soll sie mit dem deutlich besser erhaltenen Stück des Severus Alexander zusammen gezeigt werden.  



Denar Severus Alexander

Hier eine Münze aus Rom, die aus dem Jahre 228 stammt und Severus Alexander im ungefähr gleichen Alter zeigt. Vergleicht man die beiden Portraits, dann dürfte das Prägejahr für die Bronze  bei dem schon sichtbaren Bartansatz etwa 228 bis 231 n. Chr. sein. Für einen entsprechenden Vergleich der Bronze der Julia Mamaea gibt es leider keine exakt datierbare römische imperiale Prägung. Der reine Portraitvergleich läßt jedoch ca 230 n.Chr. als Ausgabejahr vermuten. Thrakien wurde bereits 168 v. Chr. von den Römern annektiert, jedoch erst 46 n. Chr. in der Zeit der Flavier zur römischen Provinz ernannt. In dieser Zeit entstanden Kolonien in Deultum und Flaviopolis. Die hier gezeigten Bronzen stammen, wie aus der Reverslegende  - COL(ONIA) FL(AVIA) PAC(ENSIS) DEVLT(VM)  aus der Kolonie Deultum. Auf der Rückseite ist Artemis, die Schwester des Apollo, griechische Göttin der Jagd und des Tierreiches mit Pfeil und Bogen dargestellt. Um ihre Füße springt ein Jagdhund - die Vergrößerung zeigt es deutlich. Die Variante mit der Darstellungen eines Rothirsch als Begleiter kann ich Ihnen leider nicht zeigen. 


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